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Abtei San Giovanni ad Insulam – Isola del Gran Sasso

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San Giovanni ad Insulam
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Eingebettet in das “sizilianische Tal” unterhalb der mächtigen Gebirgskette des Gran Sasso liegt die Abteikirche San Giovanni ad Insulam, welche eines der wichtigsten religiösen Gebäude der romanischen Architektur in den Abruzzen darstellt. Die Kirche ist auch unter dem Namen San Giovanni al Mavone bekannt, aufgrund des gleichnamigen Flusses, welcher neben der Kirche durchfließt.

San Giovanni erwartet Sie in Stille oben auf dem kleinen Hügel, wo sie um das Jahr 1150 errichtet wurde, als die Benediktiner-Mönche von Montecassino – seit längerem im ganzen Gebiet der Abruzzen angesiedelt – der einheimischen Gemeinschaft eine neue und positive Dimension des sozialen, spirituellen und kulturellen Lebens anboten, dies nach den räuberischen Streifzügen der Sarazenen und Normannen sowie nach den apokalyptischen Befürchtungen der Jahrtausendwende.

Die einfache und schlichte Fassade aus Quadersteinen mit horizontalem Abschluss ist geschmückt mit einem Rundfenster, mit zwei Zweibogenfenstern an den Seiten des Portals und mit der Dekoration der auf Konsolen ruhenden Blendarkaden, die entlang der Außenfassade gezogen wurde. Es handelt sich um eines der ältesten Beispiele dieser Art, welche sich dann im 13. und 14. Jahrhundert verbreitet hat.

Der Grundriss weist drei Kirchenschiffe auf, welche durch sechs Bögen pro Seite unterteilt sind sowie eine halbkreisförmige Apsis am Ende des Hauptschiffes.

Das Innere der Kirche wird dominiert vom Altar, welcher 1421 durch die Fresken im Rund der dahinter liegenden Apsis bereichert wurde. Die Freske, welche einem Schüler von Andrea Delitio zugeschrieben wird, stellt den Christus in der Mandorla zwischen der Madonna, Johannes dem Täufer und Johannes dem Täufer als Kind dar. Leider ist das Kunstwerk arg beschädigt und nur eine sorgfältige Restaurierung könnte es wieder in seine ursprüngliche Schönheit zurückführen. Mittels zwei seitlichen Türen geht es auf einer Treppe hinunter in die Krypta. Diese stammt wahrscheinlich aus dem Ende des 11. Jahrhunderts und seine heute zugemauerte Außentür könnte die Hypothese bestätigen, dass es sich hierbei um die vorherige, erste Basilika gehandelt hat.

Rechts bei der Fassade befindet sich das Kloster, wovon heute nur noch wenige Mauerreste vorhanden sind. Ein Brand oder vielleicht ein Erdbeben hat zu seiner Zerstörung geführt und hat dabei auch einen großen Teil der Schriften und Dokumente des gesamten Basilika-Komplexes vernichtet.

Die Kirche befindet sich hingegen in einem guten Zustand, dank den Renovierungsarbeiten, die vom Oberaufsichtsamt L'Aquila im Laufe der Jahre durchgeführt wurden.

Das Ganze zusammen gibt auf den ersten Blick einen Eindruck großer Einfachheit, aber mit einem aufmerksamen Blick kann man Details entdecken, die faszinierende und unheimliche Aspekte der mittelalterlichen Vorstellungskraft aufzeigen, bezeugt durch Skulpturen und Malereien von großem Wert.


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